Wer stillen will, soll stillen können!

schwangere Frau denkt nach

Schon in der Schwangerschaft kann man planen

Vorbereitungen auf das Stillen vor der Geburt

Meistens fällt die Entscheidung für oder gegen das Stillen schon in der Schwangerschaft. Wenn du dich entschieden hast, es zu versuchen, dann werden dir einige Vorbereitungen für einen optimalen Start in die Stillzeit helfen. Auch dein Körper ist schon ganz im "Stillmodus" und die Brust wartet nur auf ihren Einsatz...

Der Körper trainiert schon in der Schwangerschaft

Schon in der Schwangerschaft werden deine Brüste größer werden als vorher, da das Drüsengewebe der Brust wächst. Nicht umsonst sind die meisten Frauen von ihrem Schwangerschaftsbusen ganz entzückt. Auch deine Brustwarzen werden größer und dunkler und vielleicht sind auch mehr Adern sichtbar, denn der Körper stellt sich "vorsichtshalber" auf eine stärkere Durchblutung ein. In den letzten Wochen vor der Geburt können durchaus schon die ersten Tropfen Muttermilch austreten. Das ist aber kein Zeichen dafür, dass du besonders viel oder besonders wenig Milch haben wirst.
Die Brust muss vor der Geburt nicht vorbereitet werden. Also nicht drücken, ausstreichen oder Ähnliches. Auch Bürsten oder Reiben, um wunde Brustwarzen vorzubeugen, ist nicht empfohlen. Das kann vorzeitige Wehen auslösen. Dein Körper wird auch ohne Vorbereitung wissen, was er tun muss, wenn es so weit ist. Und wunde Brustwarzen lassen sich mit der richtigen Anlegetechnik größtenteils auch vermeiden oder vermindern.

Das Geburtskrankenhaus

In der Regel wirst du dir dein Wunschkrankenhaus schon vorher angesehen haben. Achte bei der Auswahl darauf, das dir bei den ersten Stillversuchen geholfen werden kann, es eventuell sogar eine Stillberaterin im Haus gibt. Die ersten Stunden und Tage nach der Geburt sind der Grundstein für eine schöne Stillzeit. Alle unnötigen Fehler und Probleme, die jetzt enstehen, machen die nächste Zeit schwerer und frustrierender.

Die WHO und UNICEF haben gemeinsam die Initiative "Babyfreundliches Krankenhaus" gegründet. In bisher 60 geprüften deutsche Kliniken wird das Stillen von Anfang an gefördert. Schau doch mal nach, ob auch in deiner Nähe so ein Krankenhaus ist. Wenn im Wunschkrankenhaus aber kein besonders geschultes Personal zur Verfügung steht, ist es nicht falsch, wenn du die Telefonnummer einer Stillberaterin gleich mit in die Kliniktasche packst.

Ein gutes Grundwissen schafft Sicherheit

Wenn du dich gut informierst und alle Möglichkeiten (von wunden Brustwarzen bis zur Frühgeburt) in Betracht ziehst, ist das die beste Vorrausetzung für eine schöne Stillzeit. Wenn du zum Beispiel weißt, dass der Milcheinschuss nicht sofort kommt, sondern das Kolostrum in den ersten Tagen ausreicht, wird dich niemand mit dem Gegenteil aus der Ruhe bringen. Mit einem gewissen Basiswissen bist du auch entspannter, was die Milchbildung und die gesamte Stillbeziehung sehr viel einfacher macht.

Insgesamt 1 Kommentar:

Hebamme schrieb am: 2014-05-18 19:57:04
Liebe Mamis,vielleicht sollte ich euch erzählen,dass eure Hebamme 1-2 mal TÄGLICH in den ersten Tagen nachdem ihr euer Kind geboren habt, nach Hause kommen kann. D.h. Es wäre vielleicht eine Alternative ambulant oder nach 1 Tag nach Hause zu gehen. Meist stresst der Alltag in der Klinik viel mehr als 2 hilfreiche Besuche der Hebamme am Tag, die weiß wovon sie spricht und sie sich ausreichend Zeit nimmt. Leider vertrauen sehr viele Frauen nicht mehr auf ihre Fähigkeiten und deuten die Klinik als AutonomieErsatz.Glaubt an euch und eure Hebammen!

Achtung: Diese Seite ersetzt keinen ärztlichen Rat, sondern gibt nur allgemeine Hinweise.

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