Wer stillen will, soll stillen können!

Alkohol in der Stillzeit?

Alkohol in der Stillzeit ist umstritten.

Alkohol in der Stillzeit

Alkohol und Muttermilch - eine Kombination die auch bei Fachleuten umstritten ist. Ob du noch weitere Monate abstinent bleiben kannst und willst, liegt bei dir. Da Muttermilch aber immer die beste Wahl ist, kannst du mit etwas Vorsicht auch mal einen Tropfen genießen, ohne das du mit schlechtem Gewissen abstillen musst.

Alkohol geht in die Muttermilch über

Oft bekommen Frauen nach der langen Abstinenz während der Schwangerschaft große Lust auf ein Gläschen Wein, Sekt oder Bier. Ein Ammenmärchen ist, dass ein Glas Sekt die Milchbildung anregt. Eher das Gegenteil ist der Fall, wie US-amerikanische Forscher herausfanden. Natürlich geht Alkohol in die Muttermilch über. Da die Leber eines Babys nicht auf solche Giftstoffe ausgelegt ist, kann das den kleinen Körper sehr belasten.
Ob Alkohol und Stillen zusammenpassen, dazu gibt es sehr unterschiedliche Ansichten. Die Einen empfehlen vollständige Abstinenz in der Stillzeit, andere halten ein paar Schlucke für ungefährlich. Die Entscheidung liegt letzten Endes bei dir.

Vorausplanen

Wenn du Alkohol trinken möchtest, solltest du das auf kleine Mengen beschränken. Es empfiehlt sich direkt nach einer Stillmahlzeit zu trinken, damit der Alkohol bis zum nächsten Stillen abgebaut ist. Zum Beispiel abends, wenn dein Baby schläft und wahrscheinlich innerhalb der nächsten Stunden nicht gestillt werden muss. Harte Drinks, wie Whisky oder Wodka sollten trotzdem Tabu sein.

Ausnahmefälle

Solltest du vorher wissen, dass es etwas mehr werden könnte, weil zum Beispiel dein runder Geburtstag ansteht, solltest du im Vorraus Milch abpumpen. Die kann dann per Flasche verfüttert werden, bis du sicher nüchtern bist. Aber natürlich nur, wenn dein Baby das akzeptert.
Wenn du keinen Milchstau riskieren willst, solltest du trotzdem immer wieder abpumpen. So wird auch die Milchbildung in Gang gehalten. Die abgepumpte Milch kannst du dann entweder wegwerfen oder als Badezusatz für dich verwenden.
Natürlich sollten solche Gelegenheiten wirklich Ausnahmen sein und ist nur eine Option, wenn die Stillbeziehung gefestigt ist.



Rauchen in der Stillzeit

Auch beim Rauchen gilt: Die Giftstoffe der Zigarette gehen zu einem Anteil in die Muttermilch über und könnten deinem Kind schaden. Deshalb solltest du, genauso wie in der Schwangerschaft, auf das Rauchen verzichten oder es zumindest so weit wie möglich einschränken. Wenn du rauchen möchtest, solltest du trotzdem nicht abstillen.

Raucherinnen sollen Stillen

So unwahrscheinlich es klingt: Für Babys ist es risikoärmer, wenn die Mutter raucht und stillt, als wenn sie raucht und nicht stillt. In verschiedenen Studien wurde bewiesen, dass Kinder von nicht-stillenden Raucherinen häufiger krank wurden, als von rauchenden Stillmüttern. Daher ist es empfehlenswerter zu stillen, obwohl du rauchst, als zu rauchen und deinem Kind Flaschennahrung zu geben. Ob du rauchen möchtest, oder nicht, ist deine eigene Entscheidung. Du kannst den Schaden für dein Kind aber etwas geringer halten, wenn du ihm deine Muttermilch gibst. Versuche bitte trotzdem so wenig wie möglich zur Zigarette zu greifen.

Was zu beachten ist

Ähnlich wie beim Alkohol, sollte möglichst viel Zeit zwischen der Zigarette und der nächsten Brustmahlzeit liegen. So wird die Belastung für dein Kind reduziert. Rauche zum Beispiel abends oder mittags, wenn dein Kleines schläft. Oder direkt nach dem Stillen. Meist lässt sich das gut planen.
Trotzdem: Es darf nicht in der Nähe deines Kindes geraucht werden, geschweige denn in geschlossenen Räumen wie z.B. dem Auto. Der Passivrauch, egal ob von Mutter oder Vater, sind für Kinder reines Gift!

Geht es nicht doch Ohne?

Übrigens ist das Risiko für SIDS, dem Plötzlichen Kindstod, bei Kindern rauchender Eltern viel höher, als von Nichtrauchern.
Auch wenn das altbacken klingt: Sollte man nicht die Chance nutzen, dieses Laster aufzugeben...? Dein Kind würde dir sicher dankbar sein!



Drogen in der Stillzeit

Drogenkonsum ist weder mit dem Stillen noch mit dem Mutter-Sein an sich vereinbar. Auch wenn Alkohol und Zigaretten genau genommen auch "Drogen" sind und trotzdem teilweise "erlaubt" werden, sind illegale Drogen ein absolutes Tabu! Dafür gibt es mehrere Gründe.

Gift in der Muttermilch

Zunächst einmal geht der Wirkstoff auch auf die Muttermilch über, zwar in geringen Dosen, aber die Droge kommt bei dem Kind an und kann so zu Schäden führen, die eventuell erst Jahre später erkannt werden.

Unklare Wirkung und Kinderbetreuung

Weitaus schlimmer ist, das man nach Drogenkonsum nicht mehr in der Lage ist ausreichend auf sein Kind zu reagieren, egal wie nüchtern man sich fühlt. Insbesondere weil man nie genau weiß, wie ein Droge seine Wirkung entfaltet. Und das ist der entscheidende Unterschied zu Alkohol. In der Regel weiß man, wie ein Glas Wein wirkt und kann dementsprechend wenig trinken. Bei einem Joint aber, ist das vollkommen unklar.

Giftige Streckmittel

Der nächste wichtige Punkt sind die Streckmittel, die in den meisten illegalen Drogen verwendet werden. Was genau verarbeitet wird, möchte man gar nicht wissen, denn sie sind oft nicht nur unnütz, sondern auch wirklich gefährlich. Diese Giftstoffe gehen auch in die Muttermilch über und können damit dein kleines Kind ernsthaft gefährden.

Langsamer Abbau

Der nächste Aspekt ist der Abbau-Zeitraum. Während Nikotin und Alkohol in einem recht übersichtlichen Zeitraum von wenigen Stunden abgebaut werden, sind Wirkstoffe wie THC oft noch Tage bis Wochen später im Urin nachweisbar und deshalb wahrscheinlich auch in der Muttermilch zu finden.

Wenn es doch sein muss

Wenn man als Mutter allerdings unbedingt einmal innerhalb der Stillzeit einen Joint rauchen muss, ist es nicht unbedingt notwendig abzustillen. Allerdings sollte man mindestens 2-3 Tage nicht stillen, sondern vorher abgepumpte Milch füttern. Fraglich ist, ob es das wert ist! Und man sollte möglichst hochwertiges Gras benutzen (Haschisch ist meistens sehr schlecht gestreckt) und für zuverlässige Kinderbtreuung sorgen.

Kinder bedeuten Verantwortung

Wenn mn sich entscheidet ein Kind groß zu ziehen (und diese Entscheidung kann man sehr bewußt treffen), sollte man auch genügend Verantwortung besitzen um auf Drogen verzichten können. Wir sollten unseren Kindern den besten Start ins Leben ermöglichen und sie irgendwann selber entscheiden lassen, was sie mit ihrer Gesundheit anstellen werden.

Insgesamt 0 Kommentare:

Achtung: Diese Seite ersetzt keinen ärztlichen Rat, sondern gibt nur allgemeine Hinweise.

Gefällt mir!

Für den Datenschutz:

Bitte einmal hier klicken um die Social Buttons freizuschalten!