Wer stillen will, soll stillen können!

junge Mutter stillt ihr Kind im Wiegegriff

Der Wiegegriff- die wohl berühmteste Stillposition

Richtig Anlegen - Grundlage einer guten Stillbeziehung

Eigentlich ist es ja ganz einfach: Das Kind muss an die Brust. Aber leider ist es dann in der Praxis nicht so simpel. Es gibt verschiedene Grundhaltungen, die man dann mit wachsender Erfahrung beliebig verändern kann. Wer das Baby richtig anlegen kann, vermeidet wunde Brustwarzen, Schmerzen und fast alle anderen gravierenden Stillprobleme, die oft zum ungewollten Abstillen führen. Kurz: Das richtige Anlegen ist das A und O einer Stillbeziehung.

Probiers mal mit Gemütlichkeit...

Das Wichtigste beim Stillen ist, dass Mutter und Kind sich wohlfühlen. Egal für welche Stillposition du dich entscheidest, sei dir sicher, dass du bequem sitzt oder liegst. Nutze Stillhörnchen, Kissen, Decken, Hocker - alles, was dir 100% Gemütlichkeit verschafft. Am Anfang wirst du vielleicht etwas verkrampft sein, lass dir Alles am Besten von jemandem praktisch zeigen.

Wechselstillen

Besonders zu Beginn einer Stillbeziehung ist es angebracht an beiden Brüsten zu stillen. Bei Neugeborenen eignet sich diese Methode gut. Es hat sich bewährt zunächst die erste Seite zu stillen, bis das Baby droht einzuschlafen und nur noch schwach saugt oder nuckelt. Dann kannst du es vorsichtig von der Brust lösen, es wickeln und ein bisschen an den Füßen kitzeln um danach die zweite Brust stillen. So ist es wieder munter genug sich den Rest aus der anderen Seite zu holen. Dabei kann es natürlich gemütlich einschlafen. Bei der nächsten Stillmahlzeit, wird dann mit der Seite begonnen, mit der vorher aufgehört hast.
So werden beide Brüste ausreichend entleert und die Milchbildung wird stimuliert

Der Wiegegriff

Der Wiegegriff ist einer der einfachsten und gängigsten Stillpositionen. Dazu liegt der Kopf deines Babys auf deinem Unterarm in der Ellenbeuge, der Mund auf Höhe deiner Brustwarze und sein Bauch an deinem Bauch. Mit der Hand und dem Unterarm stützt du den Körper deines Babys. Du sitzt aufrecht, am Besten leicht angelehnt. Pass auf, dass du dich nicht nach vorne beugst, denn das wäre schnell unbequem und schmerzhaft. Stütze deinen Arm mit Kissen oder auf einer weichen Armlehne ab, so kommst du bequem auf die richtige Höhe.

Der Rückengriff

Der Rückengriff heißt auch "Footballer-Haltung". Das liegt daran, dass das Kind quasi wie ein Football unter den Arm "geklemmt" wird. Die Beine deines Kindes zeigen nach hinten, zum Rücken. Seine Hüfte liegt an deiner. Sein Mund ist auf Höhe deiner Brustwarze und es kann dich anschauen. Das ist das Schöne an dieser Position. Ihr könnt beim Stillen Blickkontakt halten. Sein Köpfchen liegt in deiner Hand, mit dem Unterarm stützt du den Nacken und Rücken. Auch hier ist eine gute Polsterung wichtig, zum Beispiel mit einem Stillkissen. Der Rückengriff ist besonders gut geeignet, wenn du das Gefühl hast, deine Brust wird besonders an der Seite nicht ausreichend geleert.

Stillen im Liegen (auf der Seite)

Im Liegen zu stillen kann unglaublich angenehm sein, besonders, wenn du dich ausruhen willst. Seitlich liegend zu stillen hat auch den Vorteil, dass ihr beide ein wenig dösen oder schlafen könnt, ganz gemütlich. Die Top-Stillposition für entspannt(er)e Nächte! Leg dich ganz bequem auf die Seite, stütze dich nach Bedarf mit Kissen oder Decken ab. Dein Baby liegt auch seitlich, mit dem Gesicht zu und möglichst dicht an dir, mit dem Mund auf Höhe deiner Brust.

Richtig anlegen verhindert viele Probleme

Wenn du lernst, dein Baby korrekt anzulegen, verhinderst du so viel Ärger: wunde Brustwarzen, Milchstau oder sogar ein unzufriedenes Kind. Man kann sich zwar in der Theorie gründlich darüber informieren, doch in der Praxis sieht es meistens anders aus. Deswegen ersetzt keine Internetseite der Welt kompetente Unterstützung, wenn es wirklich losgeht.

Zu beachten

Besonders wichtig um wunde Brustwarzen zu vermeiden: Dein Baby muss die Brustwarze samt Warzenhof in den Mund nehmen und nicht nur die Warze selber. Achte darauf, dass dein Kind genau daran ist, sich nicht strecken oder drehen muss. Deine Brust wird es dir danken! Das Baby muss immer von selber zur Brust kommen, es soll nicht "hingedrückt" werden, sonst würde es den Kopf wegdrehen. Ohne Druck geht es sowieso viel entspannter. Wenn du deinen Zwerg animieren möchtest zu trinken, kitzel ihn mit der Brustwarze leicht am Mundwinkel. Mit dem C-Griff kannst du deine Brust dabei stützen. Die Unterlippe sollte nach unten "geklappt" sein, die Zunge unten. Wenn dein Baby einen "Kussmund" macht, liegt es eindeutig falsch.
Das Näschen deines Babys liegt dabei eng an deiner Brust, aber keine Sorge, es bekommt trotzdem genug Luft. Drück auf keinen Fall mit den Fingern auf die Brust, so drückst du nur den Milchfluss ab und provozierst einen Milchstau.

Richtiges Ablösen von der Brust

Wenn du dein Kind falsch von der Brust nimmst, kann das sehr schmerzhaft sein. Indem du deinen kleinen Finger in Mundwinkel deines Babys steckst, kannst du den beim Saugen enstandenen Unterdruck lösen. Wenn du das nicht tust, riskierst du wunde, blutige Brustwarzen, die stark schmerzen können.

Insgesamt 1 Kommentar:

Beerdrum schrieb am: 2012-12-18 19:57:25
Gut, gut aber speziell hier fehlen Bilder ;-) ansonsten weiter so

Achtung: Diese Seite ersetzt keinen ärztlichen Rat, sondern gibt nur allgemeine Hinweise.

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