Wer stillen will, soll stillen können!

gestresste Frau

Stress und Schlafmangel begünstigen einen Milchstau.

Milchstau - wenn die Brüste schmerzen

Milchstau ist eigentlich, wie der Name schon sagt, gestaute Muttermilch in den Milchkanälen. Das kann sehr schmerzhaft sein und sich im schlimmsten Fall zu einer Mastitis, einer Brustenzündung, entwickeln. Fast jede stillende Frau wird mal Begegnung mit dem Milchstau machen. Besonders am Anfang der Stillzeit kann es ab und an vorkommen und es ist definitiv kein Grund zum Abstillen- eher das Gegenteil.

Symptome

Folgende Symptome sprechen für einen Milchstau:

  • die Brust schmerzt, spannt und ist sehr prall
  • kleine Knubbel oder Knoten sind tastbar
  • eventuell ist die Haut teilweise gerötet
  • unter Umständen leichtes Fieber und das Gefühl "krank" zu sein

Solltest du länger als 24 Stunden Schmerzen und Fieber haben, dich krank und matt fühlen, wende dich bitte an deinen Arzt oder frage die Hebamme oder Stillberaterin um Rat!

Wie entsteht ein Milchstau?

  • Ungenügende Entleerung
  • Für den Milchstau gibt es verschiedene Gründe. Am häufigsten wird die Brust einfach nicht ausreichend entleert. Das ist besonders am Anfang, wenn der Bedarf noch nicht so recht angepasst ist, der Fall. Eventuell hat dein Kind etwas länger geschlafen oder du hast einfach mehr Milch, als dein Kind trinken kann. Es kann natürlich auch sein, das es nicht korrekt an der Brust lag oder es zu früh abgenommen wurde. Es gibt viele Gründe, warum die Brust nicht ausreichend entleert wurde.

  • Druck auf die Brust
  • Durch einen schlecht sitzenden (Bügel-)BH oder auch beispielsweise ein enger Autogurt kann den Milchfluss verhindern und so einen Milchstau verursachen. So wird nämlich die Milch an einer Stelle gestaut und kann sich später, beim Stillen, nicht mehr richtig abfließen.

  • Körper und Psyche
  • Seelische und körperliche Komponenten wie Stress, Erschöpfung, extrem Unbehagen aber auch körperliche Überbelastung im Wochenbett und Schlafmangel können zum Milchstau führen. Das ist das Konfuse am Stillen - man stresst sich, weil es mit dem Stillen nicht einwandfrei klappt und weil man sich stresst, klappt es mit dem Stillen immer schlechter...

Behandlung des Milchstaus

Um die Beschwerden zu mindern gibt es seit vielen Generationen wirksame Hausmittel. Bei Unsicherheiten ist deine Hebamme die beste Ansprechpartnerin.

  • Entleeren
  • Als Allererstes solltest du stillen, um die Brust zu entleeren. Hier kannst du beim Anlegen kreativ sein. Es heißt nämlich, dass der Bereich am Besten entleert wird, zu dem das Kinn deines Babys zeigt. Also wechsel öfter die Stillposition und experimentiere mit bekannten Positionen.
    Wenn der Milchstau wirklich entstanden ist (besonders in den ersten Tagen), weil du einfach zu viel Milch hast, ist es nicht empfehlen dein Baby jetzt häufiger anzulegen und nach dem Stillen nachzupumpen. So gaukelst du deinem Körper vor, du hättest zu wenig Muttermilch, wodurch mehr gebildet wird - das Problem verschlimmert sich.

  • Wärme und Kälte
  • Wärme vor dem Stillen deine Brust an. Das geht wunderbar unter der Dusche mit warmem Wasser, mit warmen Wickeln oder auch Rotlicht. So öffnen sich die Gefäße besser und die Milch kann leichter fließen. Nach dem Stillen solltest du die Brust kühlen - mit Quarkumschlägen, mit Handtüchern umwickelten Coolpacks oder Tiefkühlerbsen. Auch dabei sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Pass aber bitte auf, dass du dich nicht verkühlst. Durch die Kälte ziehen sich die Gefäße wieder zusammen.

  • Ruhe und Entspannung
  • Es ist wirklich wichtig, dass du dich entspannst. Verkrümmel dich mit deinem Baby ins Bett oder auf das Sofa. Schlaf, wenn dein Baby schläft. Ignoriere den Haushalt. Es heißt nicht umsonst "Wochenbett"! Eventuell können die frischgebackenen Großeltern, der Vater deines Kindes oder gute Freunde aushelfen, was Haushalt und Küche anbelangt. So idiotisch das klingt, aber Ruhe ist das "A und O". Ein bisschen Hilfe hast du dir außerdem redlich verdient! Dein Körper erbringt gerade Höchstleistungen und hat das auch in den letzten Wochen getan. Ignorierst du seine Warnsignale kann sich eine gefährliche und sehr schmerzhafte Brustentzündung (Mastitis) entwickeln.

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Achtung: Diese Seite ersetzt keinen ärztlichen Rat, sondern gibt nur allgemeine Hinweise.

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